Des Golfers Glückszahl: 109500

Rangebälle
Rangebälle kann Golfer nie genug haben

Es kursiert da eine Zahl: 300.
300 Bälle täglich solle man schlagen, um etwas im Golf zu werden.
Also 109500 Bälle im Jahr!?! In einem Schaltjahr kommen noch einmal 300 dazu. Nee, is klar.

Dazu möchte ich eine eigene Rechnung aufstellen:
Wenn ich mit meinen 44 Jahren 12 Körbe á 25 Bälle am Tag schlagen würde, käme ich 0 klar.

Aber ernsthaft: ich habe die Range anfangs gehasst. Es fühlte sich an wie in einer Legebatterie für animalisierte Freizeitaktivisten. Diese Boxen, diese Hormone, diese Stimmung, … und leider: dieses Gedresche. Unsere Boxen haben aber auf dem Dach weitere Plätze – von dort oben schlage ich viel lieber. Ich schwinge sogar ab und zu …

Und ganz ehrlich: es ging anfangs (noch ehrlicher: es geht immer noch) nichts über eine schnelle Runde. Nach der Arbeit, im Sommer auch gerne vor der Arbeit. So erfrischend.

Und wenn man mit den richtigen Flightpartnern und der richtigen Lockerheit unterwegs ist, kann so eine Runde geradezu magisch sein. Es entstehen dann Situationen und Schläge, an die erinnert man sich wirklich ewig. Und werden – wie mit allem – mit der Zeit in den eigenen Gedanken wahrscheinlich immer spektakulärer 🙂

Aber so wie das HCP sinkt, so steigt bei mir die Motivation zu trainieren. Rede ich mir zumindest ein. Denn Trainingsfaulheit ist quasi der beste Freund von Rundengeilheit. Und damit der natürliche Feind der Range.

Schaffe man es allerdings auf die Range und hat dann auch noch einen Plan, kann es richtig spannend werden. Stichwort: Shaping.

Es ist schon interessant, wenn man Dinge ausprobiert, von denen man gar nicht wusste, dass sie möglich sind. Fades, Draws. Schlägerblatt auf- und zudrehen. Stand verändern. Diese ganzen Dinge.

Ein PRO vom Hamburg Golf Verband HGV. hat mir mal folgende Einheit mitgegeben 30/30/30.
30 Bälle für die Technik also den Schwung, 30 Bälle für einen Zielkorridor, 30 Bälle für unterschiedlichste Ziele. Schön ist es auch, auf der Range fiktiv eine Runde durchzuspielen.

Nicht zu vergessen diese Methodik: Man benennt sein (größtes) Problem und sucht sich dann einen Zielkorridor, den man versucht anzuspielen und je nach Landezone vergibt man Punkte.

An meinem Beispiel: Ich liebe meinen Draw. Er tendiert aber auch gerne mal zum Hook.
Also ist mein Trainingsaufbau folgender: Ich nehme einen Korb Bälle und mein 8er Eisen. Mein Ziel ist das 120er/150er Schild, der Korridor 10 Meter links und 10 Meter rechts davon. Treffe ich den Korridor gibt es +1 Punkt, fade/slice ich ihn nach rechts raus gibt es -1, hooke ich ihn allerdings gibt es -5 Punkte. So bekommt man auf einfache Weise einen Vergleichswert für die nächsten Wochen. Und ein probates Mittel am größten Fehler zu arbeiten und sich dabei quasi selbst zu challengen.
Und übrigens: Das mit den 300 Bällen täglich fände ich natürlich schon recht geil – allein: ich bin zu alt für solche Stunts.
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